Die Initiative „Retten wir den Grüngürtel“ erklärt ihre unerschütterliche Solidarität mit den mutigen Baumbesetzern*innen im Bergschlösslpark und warnt eindringlich vor einer ähnlichen Faktenlage beim geplanten IT:U-Bau am Biodiversitätszentrum. Die Baumbesetzer:innen sind seit Dienstag also 4 Tage aktiv jeden Tag 12 Stunden in den Bäumen, bis Freitag Vormittag wurde kein Baum geräumt und somit die Fällungen verhindert.
Die Gefahr der skrupellosen Rodung des wertvollen Baumbestandes ist akut und muss von der Politik JETZT gestoppt werden!
Skandalöse Umwidmung: Politischer Alleingang und Rechtsmissachtung
Das Land Oberösterreich hat mit seinem Antrag auf Umwidmung von Museum auf Universität einen politischen Alleingang gestartet. Diese Umwidmung wurde gezielt ohne die ordnungsgemäße und zwingend notwendige Einbindung aller relevanten Abteilungen von Land und Stadt zur rechtlichen Prüfung durchgepeitscht. Belege hierfür lieferten erschreckende Auskünfte aus dem Informationsfreiheitsgesetz von Land und Stadt Linz.
Die intransparente und arrogante Vorgangsweise bei der Umwidmung und die Umgehung der Pflichtprüfung sind ein massiver Affront und ein öffentlicher Skandal. Es wird der Eindruck erweckt, dass Endentscheidungen über unsere schützenswerte Natur im Geheimen getroffen werden, um alternative Standorte kaltblütig zu ignorieren.
Rodung droht! Naturzerstörung als politische Strategie
Der IT:U-Standort steht unter akuter Bedrohung – ihm droht dasselbe Schicksal wie dem Bergschlösslpark: der sofortige Kahlschlag.
Die Profitgier von Investoren kennt keine Grenzen, und weil in Oberösterreich ein wirksames Baumschutzgesetz FEHLT, können sie ungehindert Tatsachen schaffen und den gesamten Baumbestand vernichten. Die fadenscheinige Begründung, die „Natur schonen“ zu wollen – ein zynisches Manöver wie schon beim Bergschlösslpark –, steht in krassem Hohn zur Zerstörung unserer über Jahrzehnte gewachsenen Ökosysteme.
Die Standorte Bergschlösslpark und Biodiversitätszentrum (Biologiezentrum) – Ein Vergleich des Wertes
Die Initiative prangert an: Wenn schon der erste Botanische Garten von Linz, vor rund 300 Jahren angelegt und von unschätzbarem historischen Wert (Bergschlösslpark), für Bauprojekte geopfert wird, wieso sollte dann das nur 80 Jahre alte Gebäude aus der NS-Zeit und der erst vor 30 Jahren mit großer Leidenschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter aufgebaute Ökopark verschont bleiben?
Das Gelände des Biodiversitätszentrum (Ökopark) ist ein Refugium seltener, nach EU-Recht unter Naturschutz stehender Arten. Die Erhaltung dieser Fläche stellt deshalb eine Verpflichtung dar, die seitens der Politik und aller sonstigen Beteiligten ernst zu nehmen ist.
Die massive, rücksichtslose Naturzerstörung an diesem Standort diskreditiert den Anspruch einer modernen Universität für Technologie und Digitalisierung auf Nachhaltigkeit völlig. Wir wissen: Es gibt VIEL geeignetere Flächen in Linz, die keinen solch immensen ökologischen Schaden anrichten würden!
Forderungen der Initiative – Jetzt Handeln!
Die Initiative „Retten wir den Grüngürtel“ fordert die sofortige und unbedingte Umkehr der Verantwortlichen:
- SOFORTIGER BAUSTOPP: Ein umgehender Stopp aller Schritte zur Verbauung des Grundstücks beim Biodiversitätszentrum, bis eine öffentliche, umfassende und transparente Prüfung aller alternativen Standorte erfolgt ist.
- VOLLSTÄNDIGE OFFENLEGUNG: Die lückenlose Offenlegung aller Unterlagen zur Umwidmung und der daraufhin erfolgten internen Prüfprozesse.
- BAUMSCHUTZGESETZ JETZT: Die rasche Einführung eines wirksamen Baumschutzgesetzes in Oberösterreich, um zukünftige Kahlschläge in urbanen Grünzonen ENDGÜLTIG zu verhindern.
Wir rufen die gesamte Öffentlichkeit und die Politik auf: Setzen Sie ein Zeichen gegen diese Zerstörung unserer wertvollen Natur in Linz und stehen Sie mit uns für den Erhalt des Grüngürtels für kommende Generationen ein!